home

Die Bilanz: Tomaten und der Mondkalender

Mondkalender (Bildquelle: Henry)Im Tomatenjahr 2008 habe ich zum ersten Mal ausprobiert, wie sich die Pflanzen entwickeln, wenn man sich genau an die Mondphasen hält. Also wurde von der Aussaat bis zu Düngung und Gießen alles auf den Mondkalender abgestimmt.

Und die Bilanz aus meiner Sicht? Nicht gerade berauschend!

Ich habe weder kräftigere, schneller wachsende oder weniger krankheitsanfällige Tomatenpflanzen in den Töpfen, im Gewächshaus und im Freilandbeet gehabt. Auch von mehr Ertrag konnte absolut nicht die Rede sein. Also, die so oft zitierten “völlig unterschiedlichen Ergebnisse” mit oder ohne Mond konnte ich in keinster Weise nachvollziehen.

Natürlich musste auch ein Versuch her: Also wurde eine “Green Zebra” zum “richtigen Mondzeitpunkt” angepflanzt und eine zweite zu einem Zeitpunkt, an dem man auf keinen Fall aussäen sollte. Das Ergebnis: Die beiden Pflänzchen entwickelten sich exakt gleich, keine war größer, stärker oder gesünder, und beide waren fast nicht zu unterscheiden, entwickelten sich gleich schnell und der Ertrag war auch fast identisch.

Naja, ein Versuch war’s wert. Im Tomatenjahr 2009 werde ich mich aber nicht mehr vom Mond “versklaven” lassen, es geht ja scheinbar auch ohne. Hauptsache man beachtet ein paar wichtige Dinge: Gutes Samenmaterial verwenden, Sauberkeit bei der Behandlung von Tomatenstäben und -töpfen, regelmäßiges (!) Giesen und Düngen – und das Wichtigste: Viel Lieeebe! Dann klappt’s auch mit den Tomaten. 😉

(Visited 24 times, 24 visits today)

4 Antworten auf “Die Bilanz: Tomaten und der Mondkalender”

  1. Stefan
    17. November 2008 13:22
    1

    Vorschläge für kommende Saisonen:

    – Ein Vergleich von Tomatenpflanze, die mit bzw. ohne Grander-Wasser gegossen werden. 😎

    – Beschallung der Pflanzen mit Musik von Mozart bzw. von AC/DC. 😀

    – Verwendung von kalkhaltigem Leitungswasser im Vergleich zu Regenwasser unter spezieller Beobachtung der Entwicklung von Blütenendfäule bei Roma-Tomaten 😉

    – Entwicklung von Tomatenpflanzen inerhalb und außerhalb von esoterischen Kraftfeldern. 🙄

    – Der Einfluß von Begleitpflanzen wie Basilikum auf den Geschmack von Tomaten.

    – Hat das Auflösen von Speisesalz wenige Tage vor der Ernte Einfluß auf einen salzigen Geschmack der Tomaten?

    – Führt Lebensmittelfarbe im Gießwasser zu einer frühzeitigen Verfärbung der Tomaten?

    – Ist eine gewisse Form einer Tomate durch Glasflaschen (Stichwort Williamsbirne) erzwingbar, d.h. aus einer großen Fleichtomate wird eine Flaschentomate. 🙄

    – Blindverkostung: Ist mit verbundenen Augen überhaupt der geschmackliche Unterschied zwischen einer Gurke und einer Supermarktwassertomate zu erkennen? 😕

    Fragen über Fragen! Henry, es wartet viel Arbeit! 😆

  2. Henry
    17. November 2008 13:58
    2

    Uff, Stefan, da wartet wirklich viel Arbeit! Ich glaube, wir sollten uns das aufteilen. 😉

    • Grander-Wasser: Habe ich keines (= Test nicht möglich)
    • Beschallung: Wenn, dann Motown-Soul oder Jazz
    • Leitungswasser: Habe leider keine Regentonne
    • Esoterisches Kraftfeld: Habe ich (zum Glück) keines…
    • Basilikum als Begleitpflanzen: Schon probiert, geschmacklich keinen Unterschied bemerkt. Das Basilikum entwickelte sich aber prächtig!
    • Speisesalz: Kommt nur auf die geernteten Früchtchen.
    • Lebensmittelfarbe: Keine Chance in meinem Garten.
    • Flaschentomate: Wäre einen Versuch wert. Müsste theoretisch funktionieren.
    • Blindverkostung: Nööö, Supermarktwassertomate kommt mir keine ins Haus. Da machen wir schon eine eigene Verkostung mit ein paar Heirlooms nächstes Jahr!

    Fazit: Das Tomatenjahr 2009 dürfte spannend werden. 😆

  3. Quincy
    17. November 2008 16:21
    3

    Hmm – für mich ist das alles Humbug. Ich mein wenn das wirklich so wäre, dann würde doch die Natur viel mehr auf solche Einflüsse abgestimmt sein.

    Aber irgendwie sind mir keine Pflanzen bekannt, die exakt nach dem Mondkalender blühen oder Früchte tragen. Und der Regen hält sich irgendwie auch nicht dran.

    Na ja wir Menschen glauben einfach jeden Mist. Apropos Mist, der soll ja wieder ganz gut sein 🙂

  4. Henry
    18. November 2008 23:22
    4

    Tja, ob Humbug oder nicht, zumindest hat es in meinem diesjährigen Tomatenjahr absolut nichts gebracht. Ich glaube auch jeden Mist, sofern er biologisch ist und meinen Pflänzchen gut tut. 😉

Einen Kommentar schreiben